Outdoor-Goals

Eisheiligen 2013 – Ist dieses Wetter normal?

Der Mai ist fast zu Ende, draußen ist es 10°C und regnet. Als outdoor-Sportler freut man sich entweder über die unerwarteten, verschärften Trainingsbedingungen – oder auch nicht. Erst hatten wir einen ungewöhnlich langen Winter und nun das. Alle reden von Eisheiligen, die verspätet kommen. Ist dieses Wetter noch normal?

Interessanterweise ja.

 

Eisheiligen Eisheiligen

 

 

 

 

 

 

Bauernregeln warnen uns vor den Eisheiligen und davor, dass der Frühling erst nach der „Kalten Sophie“ stabil wird. Die Eisheiligen sind fünf Gedenktage von frühen Heiligen (Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie), die vom 11. bis 15. Mai im Kalender stehen.

Nun haben wir es aber schon elf Tage später…

 

Dieses Jahr ist hinsichtlich der Eisheiligen allerdings keine Ausnahme. Statistische Wetterdaten zeigen, dass die Tage nach dem 20. Mai eine N/NO-Wetterlage in Deutschland bringen und damit Kaltluft einfließt. Genau das, was wir dieses Jahr beobachten.

Weder waren die Bauern ungenau waren, als sie die Regeln aufgestellt haben, noch können wir diesmal die Erderwärmung und die damit einhergehende Klimaveränderung verantwortlich machen.

Hintergrund ist die Kalenderreform von Papst Gregor XIII. Er hat im 16. Jahrhundert den Kalender genauer gemacht und dies hat zu einer Verschiebung von 11 Tagen im Kalender geführt. Vollständig umgesetzt wurde die Reform in Deutschland jedoch erst im 18. Jahrhundert und die Namenstage der Eisheiligen haben sich dadurch 11 Tage nach vorne verschoben, während das Wetterphänomen zur gewohnten Jahreszeit kam.

Man geht heute davon aus, dass die Regeln älter sind, als die Kalenderreform und sich erhalten haben. Was mir nicht ganz klar ist, warum sich die Sprichworte nicht angepasst haben auf z.B. die Namenstage vom 22. – 27. Mai. Immerhin sind seitdem etwa 300 Jahre vergangen.

 

Eisheiligen Eisheiligen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Interessant sind derartig statistisch nachweisbare, jährlich auftretende Wetterlagen allemal. Sie werden als meteorologische Singularitäten bezeichnet und es gibt davon so einige.

Das kalte Wetter der letzten Woche war also statistisch gut begründet. Was war aber mit dem Rest des Frühlings? Richtig schön war das alles noch nicht.

Da wird es mit den Erklärungen schnell schwieriger. Einiges weist jedoch darauf hin, dass die globale Erwärmung zu stärkeren Kälteeinbrüchen in Deutschland führen kann.

Wenn wir in die Liste der Singularitäten schauen, können wir uns auf einen Frühsommer Anfang Juni freuen, bevor dann die Schafskälte kommt. Freuen wir uns drauf. ;-)

 

Quelle: Wikipedia

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