Outdoor-Goals

Saisonstart 2013 – Harzquerung

Das Himmelfahrtswochenende stand ganz im Zeichen des Saisonstarts 2013 meiner Deutschlandwanderung. Der lange Winter war wirklich vorbei, die Natur zeigte sich schon etwas einladender und der Brückentag war frei: Der Harzquerung stand nichts im Weg.

Bei meiner Recherche hatte ich keine große Auswahl an Nord-Süd-Weitwanderwegen durch den Harz gefunden und da ich gerne über Quedlinburg und entlang des Bodetals weiter nach Norden wollte, habe ich die traditionelle Strecke der Harzquerung von Nordhausen nach Wernigerode einfach abgewandelt und bin von Ilfeld (quasi Nordhausen) ;-) nach Thale gelaufen und von dort weiter entlang der Bode.

 

Anreise

Zur Anreise nach Ilfeld bin ich natürlich mit der Harzquerbahn gefahren, die einfach eine Menge Charme hat. Beim Blick vorab auf den Fahrplan war ich zwar enttäuscht, ‘nur’ mit einem Dieseltriebwagen zu fahren aber als ich ankam hatte ich das Glück, mit einem außerplanmäßigen Sonderzug mit Dampflok und historischen Waggons mitfahren zu können!

Es war eigentlich ein Sonderzug an Himmelfahrt nach Drei Annen Hohne aber nach einer „großzügigen“ Spende an den Interessenverein konnte ich bis Ilfeld mitfahren. Ein guter Start in die Harzquerung!

Harzquerung - outdoor-goals

Sonderzug im Bahnhof Ilfeld

Harzquerung

Zunächst bin ich einigen Vatertags-Gruppen begegnet, aber je weiter in ich den Wald gekommen bin und von den größeren Wegen weg, desto ruhiger wurde es. Ausnahme war das Hufhaus, wo man in 500 Meter Umkreis mit Schunkelmusik beschallt wurde – naja.

Insgesamt habe ich nur 3 Straßen gekreuzt, bis ich in Thale angekommen bin und konnte das schöne Wetter und den frühlingshaften Wald voll genießen.

Oberhalb von Thale liegt der Hexentanzplatz, ein Plateau mit schönem Blick nach Norden ins Harzvorland, auf Thale und ins Bodetal. Der knapp 300 m tiefe Einschnitt des Tals hinüber Richtung Roßtrappe ist sehr beeindruckend und sowohl das Bodetals als auch der Hexentanzplatz an sich einen Ausflug wert.

Harzquerung - outdoor-goals

Bodetal vom Hexentanzplatz aus

Nach über 30 km mit Campingausrüstung auf dem Rücken war ich schon sehr versucht, die Seilbahn hinunter nach Thale zu nehmen. Ich habe mich dann aber für den Abstieg entschieden und bin einigermaßen fußlahm im Tal angekommen und habe den letzten freien Platz auf dem Campingplatz mit meinem Zelt belegt.

Meine Harzquerung habe ich geschafft und damit auch das letzte große Mittelgebirge auf dem Weg nach Flensburg hinter mich gebracht.

 

Entlang der Bode

Am nächsten Morgen bin ich nach einem Tee und etwas Müsli zügig weiter in Richtung Quedlinburg gezogen. Auf dem Weg lag die Teufelsmauer, eine beeindruckende Felsformation, die aus manchen Blickwinkel an Statuen auf den Osterinseln erinnert.

Harzquerung - outdoor-goals

Osterinseln? – Teufelsmauer!

Harzquerung - outdoor-goals

Teufelsmauer bei Quedlinburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Quedlinburg stand mir nicht der Sinn nach Besichtigungen. Ich bin also nur ein wenig durch die Altstadt gestreift, die bei sonnigem Wetter einen schmucken Eindruck gemacht hat. Relativ schnell war ich am Bodeufer auch wieder aus der Stadt raus und bin über Feldwege und Landstraßen immer grob dem Flußverlauf folgend bis nach Gröningen gelaufen.

Dort habe ich mein Zelt auf dem Campingplatz mit Blick auf die Bode aufgeschlagen und war nach einem schnellen Abendbrot bald im Schlafsack.

 

Samstags morgens bin ich früh aus den Federn und habe meine Campingausrüstung bis nach Oschersleben getragen, wo ich ziemlich erschlagen in den Zug gefallen bin.

Ich habe sehr gemerkt, dass dies der Saisonstart war und meine Form noch arg zu wünschen übrig lässt.

Nichts desto trotz – ein erfolgreicher Start und eine erfolgreiche Harzquerung. Ich freue mich auf mehr und darauf, Flensburg immer näher zu kommen.

 

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