Outdoor-Goals

Durch Thüringen: Von der Rhön zum Harz

Von der Rhön zum Harz:

Nachdem ich in Bad Salzungen meine Wanderung auf dem Rhönhöhenweg abgeschlossen hatte, war das nächste Ziel der Harz. Auf dem Weg dorthin wollte ich mir den Hainich nicht entgehen lassen.

Doch bevor ich soweit war, hatte ich noch die Etappe Bad Salzungen – Eisenach auf dem Programm. An dem Novembertag, den ich mir dafür ausgesucht hatte, gab es so lange eine recht gemischte Wettervorhersage, bis ich unterwegs war: Eine Stunde nach dem Start hat es angefangen aus Kübeln zu gießen und hat auch die nächsten 5 Stunden nicht mehr aufgehört.

Der Thüringer Wald und der Abschnitt des Rennsteigs, auf dem ich nach Eisenach gelaufen bin bleibt mir daher in nicht so guter Erinnerung. Mein GoLite Ion Rucksack ist nicht wasserfest – dass weiß ich jetzt – und meine Wanderschuhe und meine Windstopper-Handschuhe auch nicht.

Ich hatte mich zum Abschluss der Etappe auf die Drachenschlucht gefreut, um nach Eisenach abzusteigen. Zu allem Überfluss war die auch noch wegen Bauarbeiten gesperrt.

Schwamm drüber!

 

Hainich

Zwei Wochen später war ich zurück in Eisenach und habe mich auf den Weg nach Mühlhausen gemacht. Wieder eine lange Etappe mit knapp 40 km, dafür aber schönes Herbstwetter und eine schöne Strecke durch den Hainich.

Bis dahin ging es erst mal über Feldwege und durch kleine Orte bis nach Berka vor dem Hainich.

Von dort waren es nur etwa 10 km durch den Wald aber die waren das bleibende Erlebnis dieses Tages. Nun ist ein Laubwald im November wirklich nicht so anziehend und spektakulär aber mir hat die Atmosphäre im Hainich sehr gefallen.

Ein ruhiger, sich einigermaßen selbst überlassener Wald und Wege, die sich an der Topografie orientieren und nicht nur schnurgerade verlaufen. All das hat eine gelassene Stimmung geschaffen, die mir sehr gefallen hat.

 

Von der Rhön zum Harz

Impression im Hainich

 

Die Höhepunkte des Nationalpark habe ich dabei außen vor gelassen. Ich könnte mir aber gut vorstellen, für ein verlängertes Wochenende wieder zu kommen und den Baumkronenpfad oder das Wildkatzendorf zu besuchen und ein paar der schön angelegten Wanderwege zu genießen.

 

Von der Rhön zum Harz

Mittelpunkt Deutschlands

Kurz vor Mühlhausen liegt der Mittelpunkt Deutschlands. Der Standort der Linde ist sicher 100% korrekt ermittelt und vermessen worden aber so richtig hat mich das nicht angesprochen. Irgendwie aufgesetzt, finde ich.

Interessant oder? Da mache ich diese Wanderung um von Basel nach Flensburg zu kommen und ziehe aus diesem auch sehr aufgesetzten Projekt eine ganze Menge Motivation für mich und die Tatsache, dass der Mittelpunkt Deutschlands dort in Niederdorla liegt ist mir so was von egal.

 

 

 

 

 

 

 

Der Winter kommt

Die letzten beiden Etappen des Jahres waren klar vom Winter geprägt:

Von Mühlhausen bin ich im Schneesturm und über vereiste Straßen durch den Dün ins Wippertal gelaufen.

Ein wahrhaft eiskalter Tag! Ich war froh, eine Thermoskanne mit Tee dabei zu haben und ab und zu im Windschatten eine Pause machen zu können.

Dafür bin ich allerdings mit tollen Ausblicken auf den Harz, bizarren vereisten Feldern und Schneeverwehungen, die mir bis zum Knie gingen, belohnt worden. ;-)

Von der Rhön zum Harz

Blick ins Wippertal

Von der Rhön zum Harz

Im Schneesturm

 

 

 

 

 

 

 

Am Tag nach Weihnachten bin ich dann nach Ilfeld im Harz gekommen. Meine Motivation war einigermaßen im Keller und der Tag dezembertrüb.

Mir war es wichtig, dass ich mein Ziel, den Harz, erreicht habe und außerdem die 1.000 km Marke auf meiner Wanderung knacken konnte.

 

Eine Winterpause kam mir sehr gelegen. Wer konnte ahnen, dass dieser Winter so lang werden würde?

Ich habe sogar ein paarmal überlegt, Schneeschuhtouren durch den Harz zu machen, da der Schnee gar nicht mehr tauen wollte, habe mich dann aber dafür entschieden, den Frühling abzuwarten und die Deutschlandtour erst im Frühjahr fortzusetzen.

 

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